Zauberhafte Winterzeit Unsere Freizeittipps für den Winter in Rheinhessen
Auch wenn wir in Rheinhessen selten in den Genuss eines „echten Winters“ mit klirrender Kälte und zartem Pulverschnee kommen, so gibt es in unserer Region doch einiges, was den Winter erlebenswert macht. Wir haben für Sie eine kleine Auswahl der Winter-Highlights 2011 zusammengestellt.

Eisiges Vergnügen: ein Besuch auf der Eisbahn
Lassen Sie sich doch mal auf´ s Glatteis führen! Wörtlich meinen wir das natürlich nicht, aber wie wäre es mit einem Nachmittag auf der Schlittschuhbahn? In der Region können wir Ihnen gleich drei Schlittschuhbahnen vorstellen.
• Der Klassiker: die Eisbahn am alten 05er Stadion in Mainz
Seit über 30 Jahren gibt es die Eisbahn am alten 05er Stadion. Wieso nicht mal wieder einen Besuch dorthin wagen? Neben dem normalen Eislaufbetrieb finden diverse Veranstaltungen wie die „Disco on Ice“, Eishockeyspiele in der Regionalliga und Eislaufkurse für Kinder und Erwachsene statt.
Adresse: Eishalle am Bruchweg GmbH, Milan Nosek, Dr.-Martin-Luther-King-Weg 19, 55122 Mainz.
Öffnungszeiten: unterschiedlich, je nach Veranstaltungen. Den Wochenplan können Sie auf der Internetseite www.eishalleambruchweg.de anschauen oder telefonisch erfragen unter der Rufnummer 0 61 31 / 32 00 50.
Eintrittspreise:
Erwachsene 5,00 Euro,
Events/Disco 5,50 Euro,
Jugendliche, 4,00 Euro,
Familientag (montags 13 bis 16 Uhr) 3,00 Euro,
Schlittschuh-Ausleihe 4,00 Euro.
• Unter freiem Himmel: die Eisbahn am Schloss
Schlittschuhfahren an der frischen Luft – das ist das ultimative Wintervergnügen. Möglich ist das in Mainz auf der Open Air-Eisbahn am Schloss. Wer noch nicht sicher auf dem Eis ist, findet Halt bei den beliebten Pinguin-Fahrhilfen. Besondere Veranstaltungen gibt es hier nicht, aber abends läuft immer Musik. Getränke, kleine Snacks und warme Speisen gibt es auch.
Adresse:
Ernst-Ludwig-Platz vor dem Kurfürstlichen Schloss
Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag 10 bis 22 Uhr.
Eintrittspreis:
Tagesticket 3,00 Euro,
Schlittschuhverleih 3,00 Euro,
Garderobe 2,00 Euro.
Mainzer Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben montags bis freitags während der Schulzeit freien Eintritt. Sportvereine erhalten werktags einen vergünstigten Eintritt.
• Eiszeit in der Nibelungenstadt: die Eisbahn in Worms
Wo sonst frisches Obst und Gemüse feilgeboten werden, herrscht vom xx bis xx buchstäblich Eiszeit. Dann nämlich wird der Wormser Marktplatz in eine große Eisfläche verwandelt.
Typisch deutsch: der Weihnachtsmarkt
Weihnachtsmärkte sind ein deutscher Exportschlager. Für Engländer und Schotten beispielsweise sind sie das Sinnbild deutscher Gemütlichkeit und vorweihnachtlicher Besinnlichkeit und werden deshalb gerne kopiert. Schön, dass wir gleich so viele Originale vor der Haustüre haben. Hier eine Auswahl:
• Alzey, Rossmarkt: 21. November bis 23. Dezember, täglich von 11.00 bis 20.00 Uhr.
• Bingen, Bürgermeister-Neff-Platz: 9. bis 11. Dezember, freitags 16 bis 21 Uhr, samstags 12 bis 21 Uhr, sonntags 12 bis 20 Uhr.
• Ingelheim: Hier gibt es gleich zwei Weihnachtsmärkte. Weihnachtsmarkt in der alten Markthalle: 24. bis 27. November, 2. bis 4. und 9. bis 11. Dezember. Freitags 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 19 Uhr. Weihnachtsmarkt an der Burgkirche: 2., 3. und 4. Adventswochenende, freitags 17 bis 22 Uhr, samstags 15 bis 22 Uhr, sonntags 15 bis 21 Uhr.
• Ober-Hilbersheimer Märchen-Weihnachtsmarkt: 3. bis 4. Dezember. Samstags 12 bis 21 Uhr, sonntags 11 bis 20 Uhr.
• Oppenheim, Marktplatz: 10 und 11. Dezember. Samstags von 11 bis 21 Uhr, sonntags 11 bis 20 Uhr.
• Mainz, Marktplatz:
• Worms, Obermarkt: 21. November bis 23. Dezember, montags bis freitags 10.30 bis 20 Uhr, samstags 10 bis 20 Uhr und sonntags 12 bis 20 Uhr. Das traditionelle Turmblasen findet am 18. Dezember ab 18 Uhr auf der Südseite des Doms statt.
„Walking in a Winter Wonderland“: Winterwanderwege
Wer kennt ihn nicht, den Weihnachtsklassiker „Winter Wonderland“. Im Jahre 1934 von Felix Bernard geschrieben, wurde der Song über 150 Mal von verschiedenen Künstlern neu interpretiert. In der wohl bekanntesten Version besingt Dean Martin den Spaziergang im verschneiten Winter-Wunderland. Ob die Rheinhessen sich auf ein vergleichsweise weißes Szenario freuen dürfen, ist noch offen, aber auch ohne Schnee gibt es viele Wanderwege, die im Winter ihren Reiz nicht verlieren.
• Binger Stadtwald: Der Begriff „Binger Wald“ meint das Gebiet zwischen Nahe, Guldenbach und dem östlichen Ausläufer des Soonwaldes. Kostenpflichtige Wanderkarten und kostenfreies Prospektmaterial können Sie über die Tourist-Information Bingen am Rhein beziehen, Tel.: 0 67 21/18 42 05 oder über die Internetseite www.bingen.de bestellen.
• „Wandern auf sagenhaften Wegen“, so wird für den RheinBurgenWeg geworben. Und tatsächlich bietet der 200 Kilometer lange Wanderweg für den sprichwörtlichen „Jedermann“ etwas. Vom Rolandsbogen bei Remagen bis zum Binger Mäuseturm kann man die Schönheit einer einzigartigen Landschaft genießen. Auf dem RheinBurgenWeg kann man übrigens das gesamte UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ durchwandern. Wem das noch nicht genug Anreiz ist, wird sich vielleicht durch einen Besuch der informativen Internetseite überzeugen lassen: www.rheinburgenweg.com.
• Das Landschaftsschutzgebiet Rheinhessische Schweiz ist immer eine Reise wert – gerade im Winter. Viele der zahlreichen Wanderwege sind auch bei Schnee begehbar und über die weiten Wiesen kann man sowieso zu jeder Jahreszeit laufen. Die Macher der Internetseite www.rheinhessische-schweiz.org widmen sogar eine ganze Sparte der Rubrik „Schnee und Eis“. Hier kann man sich ein paar Anregungen holen.
Main- und Reinschifffahrten
Eine Schifffahrt, die ist auch im Winter lustig. Denn solange Main und Rhein nicht zufrieren, bietet beispielsweise die Primus Linie diverse Fahrten während der Wintermonate an. Alleine 16 Mal sticht das kulinarische Varieté-Schiff „Weihnachtissimo“ zwischen dem 25. November und dem 19. Dezember in See. Die „J. W. v. Goethe“ lädt gar zur Weihnachtskreuzfahrt in die Geburtsstadt des gleichnamigen Dichterfürsten ein. Auch am letzten Tag im Jahr gibt es Programm auf dem Rhein, denn mit dem „Silvester-Cruise“ kann man ganz gediegen ins neue Jahr gleiten. Das Winterprogramm 2011/2012 erfahren Sie aus dem Internet unter www.primus-linie.de oder per Telefon unter 0 69/13 38 37.
Kulinarische Leuchtfeuer im Winterdunkel
Spargel, Erdbeere, Kürbis, Gans und Wild: Das alles schmeckt besonders gut, weil es nur zu bestimmten Jahreszeiten erhältlich ist. Auch die Arbeitsgemeinschaft „Straußwirtschaften und Gutsschänken“ stellt die saisonale Küche ins Rampenlicht und verbindet in diversen „Wein trifft…“-Veranstaltungen über das gesamte Jahr hinweg saisonale Speisen mit passenden Weinen von rheinhessischen Weingüter. Die letzten beiden Veranstaltungen in diesem Jahr sind:
• 11. bis 13. November: „Wein trifft …Gans“
• 2. bis 4. Dezember: „Wein trifft …Wild“
Die Besucher der teilnehmenden Straußwirtschaften und Gutsschänken erwarten dann köstliche Wildgerichte aus heimischen Wäldern, serviert mit kräftigen Rotweinen aus der Region und knusprigen Martinsgänsen mit passenden Weinen. Eine Auflistung der teilnehmenden Gastronomiebetriebe finden Sie unter www.rheinhessen.de.
Kultur? Natürlich auch im Winter!
Der Mensch lebt nicht von Luft allein, auch geistige Nahrung soll es sein. In diesem Sinne möchten wir Ihnen nach all den Freizeitaktivitäten an der frischen Luft noch ein paar kulturelle Vorschläge unterbreiten. Wie wäre es beispielsweise mal wieder mit Kleinkunst oder Mundart?
• Das THEATER KleineKUNSTBÜHNE in Saulheim bietet große Kunst auf kleiner Bühne. In der ehemaligen Scheune treten bekannte und mit Preisen ausgezeichnete Künstler auf, die sonst auch große Häuser zu füllen vermögen. Im Oktober startete die neue Spielzeit. Bis Juni 2012 erwartet die Besucher jede Menge Programm. Den Spielplan finden Sie unter www.kleinekunstbuehne.de; Telefon: 0 67 32/96 23 10.
• Wird auf der Bühne sozusagen „frei nach Schnauze“ gebabbelt, sitzt man im Mund-ART-Theater Meenzer Rhoiadel. Im närrischen elften Jahr werden hier fröhliche Komödien und auch das ein oder andere Tiefsinnige von der beliebten Laienspielgruppe präsentiert. Ganz sicher nicht nur für Meenzer ein Vergnügen. Termine und weiteres unter www.rhoiadel.de.
• Das Unterhaus in Mainz ist ein strahlender Stern im bundesweiten Kosmos des Kabaretts. Das Haus atmet Geschichte, an den Wänden erinnern viele Poster an all die großen Künstler, die hier schon aufgetreten sind. Alle Infos finden Sie unter www.unterhaus-mainz.de oder unter der Rufnummer 0 61 31/23 21 21.
• Zahlreiche kleine Bühnen und Einzelkünstler in ganz Rheinland-Pfalz findet man auf der Website www.kultnet.de. Wer neugierig auf bisher unbekannte Künstler und Unterhaltungsprofis ist, wird hier fündig.
Etwas Warmes für den Magen
Da man sich gerade im Winter auch einmal nach der Gemütlichkeit der eigenen vier Wände sehnt, haben wir zum Schluss noch einen winterlichen Rezeptvorschlag, der Ihnen garantiert munden wird.
Rheinhessisches Rehrückenfilet (von Ute Dreißigacker, Weingut Dreißigacker)
Zutaten für 4 Personen
2 Rehrückenfilets (mit Knochen)
10 Wacholderbeeren
3 TL mittelscharfer Senf
100 ml süße Sahne
2 Zwiebeln, gewürfelt
2 Möhren, gewürfelt
½ Knolle Sellerie, gewürfelt
½ Flasche Rotwein
1 EL Rotweingelee (oder Johannisbeergelee)
etwas Saucenbinder dunkel
Butterschmalz
Zubereitung:
Die Rehrückenfilets werden in rohem Zustand vorsichtig vom Knochen abgelöst. Die Wacholderbeeren werden zerstoßen und mit 2 Teelöffeln mittelscharfem Senf und 2 Esslöffeln süßer Sahne verrührt. Die beiden Rückenfilets werden damit eingerieben und ca. eine Stunde kaltgestellt. In der Zwischenzeit werden die gehackten Rehrückenknochen mit Zwiebeln und Wurzelwerk scharf angebraten und mit Rotwein abgelöscht. Nach ca. 30 Minuten Einköcheln wird die Sauce abgesiebt und mit Salz, Pfeffer, einem Teelöffel Senf, einem guten Schuss Sahne und einem Esslöffel Rotweingelee verfeinert; bei Bedarf etwas andicken mit Saucenbinder dunkel. In einer gusseisernen Pfanne 1 Esslöffel Butterschmalz erhitzen und die Filets darin schmoren lassen. Die Rehfilets abgedeckt noch einige Minuten ruhen lassen, damit der Saft im Fleisch bleibt. Dann werden sie schräg in ca. 3 cm dicke Scheiben aufgeschnitten und auf vorgewärmten Tellern mit etwas Sauce angerichtet. Dazu passen Butterspätzle und frisches Wirsinggemüse.
Weinempfehlung: Spätburgunder Rotwein trocken
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Winter!
