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Mainzer Immobilienmarkt: Tendenz steigend

Christian Stark betreut Käufer in jeder Immobilienklasse. Seine jahrelange Erfahrung in der Branche macht ihn zu einem Kenner des Mainzer Immobilienmarktes. Mit der Wirtschafts-News sprach der Makler über die aktuelle Entwicklung.

Wirtschafts-News: Herr Stark, wie sieht es derzeit auf dem Mainzer Immobilienmarkt aus?

Christian Stark: Der Markt ist sehr differenziert. Für die Innenstadt gilt „Daumen rauf“. Die Verkaufszeiten bewegen sich zwischen zwei und vier Monaten. Besonders begehrt sind Mehrfamilienhäuser, insbesondere in der Neustadt.

Wirtschafts-News: Was bedeutet das für die Preisentwicklung?

Stark: Die ist aus Sicht der Verkäufer optimal. Die Preise sind stabil bis steigend.

Wirtschafts-News: Wenn es für die Verkäufer gut läuft, sind dann nicht die Käufer die Verlierer?

Stark: Nein. Wegen der derzeit günstigen Zinsen können die Käufer das Preisniveau abfedern. Was nützt einem Käufer ein günstiger Preis, wenn er über die Laufzeit der Finanzierung 3 bis 4 Prozent höhere Zinsen zahlen müsste, das wären bei 200.000 Euro in zehn Jahren schon 80.000 Euro Mehrkosten! Momentan profitieren beide Seiten.

Wirtschafts-News: Was raten Sie Verkäufern von privaten Immobilien?

Stark: Wer verkaufen will, sollte es jetzt tun! Kommt wieder ein Zinsanstieg, bekommt die Bank mehr und der Verkäufer weniger.

Wirtschafts-News: Wie bewerten Sie den Mietmarkt?

Stark: Sehr gut aus Vermietersicht. Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Um „Mietnomaden“ herauszufiltern ist es sinnvoll, einen Makler einzuschalten. Der führt die Besichtigungen durch und prüft die Bonität. Der Vermieter bekommt verlässliche Mieter vermittelt.

Wirtschafts-News: Woher kommt der Trend zur Stadt?

Stark: Aus zwei Richtungen. Die jüngere, teilweise kinderlose Generation will unkompliziert wohnen. Es gibt aber auch eine neue Generation, die „Ü 50-60“, die ihr Haus verkaufen und in die Stadt ziehen – auch in Hinblick auf die gute ärztliche Versorgung.

Wirtschafts-News: Wie reagieren Sie auf diese Marktsituation?

Stark
: Ich stehe meinen Kunden persönlich zur Verfügung. Insbesondere Verkäufer wissen es zu schätzen, wenn sie nur einen Ansprechpartner haben. Bei größeren Maklerunternehmen lernen die Verkäufer oft mehr Mitarbeiter als Kunden kennen. Das kann ich bei uns ausschließen. Auch die Funktion als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer klappt wesentlich besser. Und man kann auf besonderen Wunsch auch Immobilien ins Angebot nehmen, die nicht im Netz oder in der Presse veröffentlich werden sollen, denn es gibt Immobilienverkäufer, die jegliche Veröffentlichung ihrer Immobilien vermeiden wollen. Gerade für solche Kunden ist die persönliche Beratung und Bearbeitung wichtig. Da wir in allen Preisklassen Interessenten haben, ist es für uns einfach, auch nicht veröffentlichte Angebote zu vermarkten. Natürlich benötigen wir dafür einen alleinigen Verkaufsauftrag. Aber dies ist für Verkäufer auch selbstverständlich, denn wer will sein Vermögen quer durch die Stadt vermarkten lassen. Gerade Immobilien reagieren sensibel, wenn sie von zu vielen angeboten werden und verlieren dann beträchtlich an Wert.

Wirtschafts-News: Wie ermitteln Sie den Marktwert einer Immobilie?

Stark: Dafür gibt es grundlegendes Zahlenmaterial aus NHK 2000, Grundstückpreise des Gutachterausschusses und sogenannte Marktanpassungsfaktoren. Schwerpunkt ist aber meine 25-jährige Erfahrung, da jede Immobilie individuell ist und das macht letztendlich den tatsächlichen Marktwert aus.

Wirtschafts-News: Wir danken für das aufschlussreiche Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.



Christian Stark
Immobilien e.K.
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