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Dinner in the Dark - Wenn das Auge nicht mitisst

Das Prinzip „Networking“ ist aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Vorbild für ein solch effizientes Beziehungsgeflecht könnten unsere Sinne sein.

Sehen, hören, tasten und riechen ergeben einen optimierten Verbund, von dem sich jeder „Networker“ eine Scheibe abschneiden könnte. Was aber, wenn plötzlich ein Sinn – beispielsweise der Sehsinn – aus diesem Verbund aussteigt? Wie schmecken Lebensmittel, wenn man sie nicht sehen kann? Wie orientiert man sich in einem dunklen Raum, benutzt Messer und Gabel und gießt sich Rotwein nach, ohne größere Fleckendesaster anzurichten?
Diese Fragen kann ein Nacht-Mahl im Bensheim-Auerbacher Hotel-Restaurant Poststuben beantworten. In einem stockdunklen Raum geht man auf Geschmacksreise und lernt, seine Sensibilität für Geräusche, Gerüche und Geschmäcker zu erhöhen und damit das fehlende Sehen zu kompensieren. Leider wird man in den Poststuben nicht von Blinden bedient, wie etwa im Wiesbadener Schloss Freudenberg, sondern von Kellnern mit Nachtsichtgeräten. Dennoch ist das Dinner in the dark ein intensives Erlebnis.

Info: Die Poststuben laden mehrmals im Monat zum ,,Dinner in the dark“. Telefonische Anmeldung (06251/7 29 87) ist erforderlich, da oft bis vier Wochen im Voraus alles ausgebucht ist. Weitere Infos unter www.poststuben.de

Redaktion: Kerstin Petry