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Buchtipp: Geheimnisvoller Schwefel – Segen oder Fluch für den Wein?

Schwefel hat keinen guten Ruf. Nur wenige wissen, dass der Mensch die positiven Seiten dieses Elements bereits seit rund 2000 Jahren nutzt. Allein im Wein erfüllt der Schwefel viele wichtige Aufgaben.

Bis heute konnten keine gesundheitlichen Schäden eindeutig nachgewiesen werden. In seinem Buch "Geheimnisvoller Schwefel" räumt der Ingelheimer Weinexperte und Erfinder eines Entschwefelungsverfahrens, Willi Reisinger, aber auch mit zahlreichen anderen Vorurteilen über das chemische Element auf. Für ihn gehören Schwefel und Wein einfach zusammen. Der Weinexperte, der ein Spezialverfahren entwickelt hat, mit dem man Säfte und Weine entschwefeln kann, will den Lesern mit seinem Buch auch die Angst vor eventuellen Gesundheitsgefahren nehmen, die in seinen Augen den mit Schwefel behandelten Rebensaft zu Unrecht nachgesagt wird. Gelegentlich ist er für das Kopfweh nach einer ausgedehnten Weinnacht verantwortlich. Nach der Überzeugung des Autors kann man von den geringen Schwefeldioxidkonzentrationen in den heutigen Weinen nicht krank werden, außer man leider an einer Überempfindlichkeit gegenüber jedem chemischen Element, das produziert wird und für Menschen, Tiere und Pflanzen lebensnotwendig ist. Der Schwefel ist bei vielen Dingen ein wichtiger Bestandteil. So ist er in den Körperzellen an der Produktion von Eiweiß beteiligt oder wirkt desinfizierend. Für Willi Reisinger steht jedenfalls eines fest: Wenn es den Schwefel nicht gäbe, müsste er erfunden werden. Und was denken Sie?

Willi Reisinger
Verlag Willi Reisinger, 2009
96 Seiten
7,95 Euro