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Angst vor Baustopp: „Kinderheim „evakim e.V.“ benötigt Spenden

Viele Kinder leben im Elend. Das kann man bedauern oder etwas dagegen tun. Eva Fabienne und Akim Alabi haben sich für Letzteres entschieden: Sie bauen ein Kinderheim in Togo. Dabei sind sie auf Spenden angewiesen – gerade im Moment droht wieder ein Baustopp aufgrund fehlender Gelder. Das junge Ehepaar hofft dennoch, das Haus bis zum nächsten Jahr fertigstellen zu können. Im Gespräch mit der Wirtschafts-News erzählt Eva Fabienne Alabi, wie sie und ihr Mann die Herkulesaufgabe stemmen.

Wirtschafts-News: Wie begann das Projekt „Kinderheim in Togo“?
Eva Fabienne Alabi: Mein Mann ist in Togo geboren. Er hatte schon lange den Wunsch, ein Kinderheim zu bauen. Anfang 2010 bin ich selbst nach Togo gezogen für mehr als ein Jahr und habe die Armut hautnah miterlebt. Daraufhin habe ich beschlossen, seinen Traum zu erfüllen.
 
Wirtschafts-News:
Bei dem Entschluss ist es nicht geblieben: Jetzt bauen Sie ein Haus für zehn Kinder…
Alabi: Ja, wir haben „evakim e.V.“ gegründet und seit 2010 sammeln wir Spenden. Bislang konnten wir das Grundstück kaufen und die Grundmauern bauen. Das Geld reicht natürlich noch nicht zur Fertigstellung, doch wir wollten nicht bis zur Vollfinanzierung warten, da die Not immer größer wird. Heute sind wir stolz darauf, dass wir von Null begonnen haben und danken allen Unterstützern, mit denen gemeinsam wir schon so viel erreicht haben. Ein besonderes Vertrauen hat uns der Lions Club Kusel geschenkt und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und über deren finanzielle Unterstützung.

Wirtschafts-News: Wer wird die Kinder betreuen, wenn das Heim fertig ist?
Alabi:
Eine Familie und zwei Pfarrer. Wichtig ist uns, dass die Kinder nicht nur versorgt werden, sondern eine Bildung erhalten, die ihnen eine Zukunft ermöglicht. Dafür suchen wir Paten.

Wirtschafts-News: Wie wählen Sie die Kinder für das Heim aus?
Alabi:
Wir bauen ein Heim für Kinder, die keine Chancen haben. Solche, die elternlos oder krank sind oder an der Grenze zur vollkommenen Armut stehen. Und wir möchten ihnen die Chance auf Bildung geben und sie zu verantwortungsvollen Menschen heranziehen. Auch soll der europäische bzw. der deutsche Einfluss eine große Rolle spielen! Das unterscheidet uns von anderen lokalen Heimen.

Wirtschafts-News: Sie arbeiten in München, wie können Sie das Projekt in Togo betreuen?
Alabi: Wir haben bis vor kurzem in Togo gelebt. Wir verbringen jeden Urlaub auf der Baustelle. Wenn wir nicht vor Ort sein können, ist der Bruder meines Mannes da. Diese beständige Verbindung zu den Leuten ist ausschlaggebend. Alleine von Deutschland aus kann man so ein Projekt nicht vorantreiben.

Wirtschafts-News: Wie wird Ihre Arbeit vor Ort aufgenommen?
Alabi:
Die Wege durch die Institutionen sind lange und schwierig. Das gilt auch für uns, denn obwohl wir ein schwarz-weißes Team sind, haben wir mit Unehrlichkeit, Betrug und Unzuverlässigkeit zu kämpfen. Aber wir haben uns durchgesetzt und wo manch einer ohne lokale Hilfe aufgegeben hätte, können wir sagen: „Das haben wir geschafft!“

Wirtschafts-News:
Wie beurteilen Sie die Hilfslage in Togo insgesamt?
Alabi: Die Hilfe vor Ort ist nicht ausreichend. Jeder versucht zu helfen, aber das Verlangen ist größer als die Hilfe, die vor Ort
momentan besteht. Togo ist als das kleinste Land Afrikas jedoch auch ehemalige deutsche Kolonie. Deshalb sind wir dort sehr willkommen und obwohl wir das Heim noch nicht eröffnet haben, sind schon unzählige Anfragen bei uns eingegangen.
Leider werden wir vorerst nur zehn von tausenden Kindern helfen können. Es ist ein kleiner Anfang jedoch mit großer Wirkung.

Wirtschafts-News:
Wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Kinderheim nicht an den manchmal schwierigen Umständen scheitert?
Alabi: Durch Präsenz. Wir verhandeln hartnäckig, sind bei den Bauarbeiten dabei und suchen die Mitarbeiter aus. Wir kaufen die Materialien selbst ein. Wir stecken jeden Cent der Spenden in den Bau. Mein Mann und ich arbeiten kostenlos und wohnen im eigenen Haus vor Ort.

Wirtschafts-News:
Gab es einen Punkt, an dem Sie aufhören wollten?
Alabi:
Nein, nie. Klar ist es anstrengend, besonders wenn das Geld ausgeht und wir einen Baustopp einlegen müssen – wie im Moment. Und natürlich müssen wir viel von uns selbst hergeben. Aber das haben wir vorher gewusst. Im Endeffekt zählt das, was man zurückbekommt. Und man bekommt viel zurück. Wichtig ist nur, dass es weitergehen kann. Und deshalb bitten wir um Spenden.


Baustopp kurz vor Schluss!
Geldmangel bedroht die Fertigstellung des Kinderheims. „evakim e.V.“ benötigt dringend Spenden – jeder Betrag hilft! Weitere Informationen auf www.evakim-kids.de.

Spendenkonto:
evakim e.V.
Konto-Nr.: 11190006
BlZ.: 51090000
Bank: Wiesbadener Volksbank

Alle Spender werden kontinuierlich über die Fortschritte des Projektes und die Verwendung der Gelder unterrichtet.

„evakim e.V.“ wird unterstützt vom Lions Club

evakim e.V.
Gustav-Freytag-Str. 1
65189 Wiesbaden