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Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ trägt Früchte

Bürgermeister Arno Goßmann informiert, dass das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“, das die Stadt vor einem Jahr aufgelegt hat, um die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen zu fördern, erfolgreich ist.

Bis zu 2.000 Euro Zuschuss zahlt die Landeshauptstadt Wiesbaden privaten Mietern und Eigentümern für Investitionen zur Energieeinsparung in Wohngebäuden. Bereits seit Juni 2013 läuft das städtische Förderprogramm, das auch kleinere Maßnahmen wie das nachträgliche Dämmen undichter Rollladenkästen oder den Austausch von Heizungspumpen oder Thermostatventilen finanziell unterstützt. „Damit erleichtern wir den Schritt zu einer Investition in die Energieeinsparung“, so Goßmann. Mit der vollen Fördersumme kann rechnen, wer umfangreichere Maßnahmen umsetzt. Das kann die Dämmung von Außenwänden, des Daches oder der Kellerdecke, aber auch der Austausch von Fenstern, Haustüren oder der Heizung sein. Ebenfalls gefördert wird der Einbau thermischer Solaranlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung. Der Zuschuss muss vor Beginn der Maßnahme bei der Klimaschutzagentur Wiesbaden beantragt werden, die das Programm im Auftrag der Stadt durchführt.

Im vergangenen Jahr wurden 280.000 Euro und für das laufende Jahr bereits 180.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. 460 Anträge seien bislang eingegangen und die Mittel für das Jahr 2014 schon zu 55 Prozent vergeben. Die durchschnittliche Förderung liege bei rund 800 Euro je Antragsteller. Mehr als 60 Prozent der beantragten Sanierungsvorhaben seien bereits umgesetzt. Die bisher beantragten Maßnahmen erzielen hochgerechnet eine jährliche Energieeinsparung von rund 1.500 Megawattstunden (MWh) und verringern den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) um 400 Tonnen. Dies entspricht dem Heizenergieverbrauch von etwa 150 Durchschnittshaushalten in Wiesbaden. „Diese Zahlen bestätigen den Erfolg unseres Engagements“, sagt der Bürgermeister mit Blick auf die Fortsetzung des Programms. Für das Jahr 2015 seien nochmals 180.000 Euro an Zuschüssen vorgesehen.

Nach wie vor können interessierte Wohneigentümer und Mieter das Förderprogramm nutzen, Anträge bei der Klimaschutzagentur Wiesbaden stellen und sich dort qualifiziert beraten lassen. Die Klimaschutzagentur gibt auch Hilfestellung bei der Auswahl ergänzender Förderprogramme, zu weiterführenden Beratungsangebote und anderen fachkundigen Ansprechpartnern. Alle Informationen und Vordrucke zum Förderprogramm sind im Internet unter www.wiesbaden.de/umwelt zu finden. Die Förderrichtlinie und das Faltblatt „Energieeffizient Sanieren“ mit den wichtigsten Angaben im Überblick sind im Umweltladen und der Klimaschutzagentur Wiesbaden erhältlich. 

Die Ansprechpartner zum Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ sind zum einen die Klimaschutzagentur Wiesbaden e.V., Moritzstraße 28, erreichbar unter der Telefonnummer 0611 236500, der Faxnummer 0611 2365020 oder per E-Mail an info@ksa-wiesbaden.org. Außerdem finden Interessierte Informationen im Internet unter www.ksa-wiesbaden.org. Zum anderen gibt das Umweltamt der Landeshauptstadt Wiesbaden, Gustav-Stresemann-Ring 15, Auskunft unter der Telefonnummer 0611 313729, der Faxnummer 0611 313957, per E-Mail an klimaschutz@wiesbaden.de oder im Internet unter www.wiesbaden.de/umwelt. Zudem erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltladens der Landeshauptstadt Wiesbaden, Luisenstraße 19, Informationen unter der Telefonnummer 0611 313600, in den Öffnungszeiten montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr sowie per E-Mail an umweltberatung@wiesbaden.de oder im Internet unter www.wiesbaden.de/umwelt. 

Hintergrund:

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat rund 37.000 Wohngebäude mit etwa 141.000 Wohnungen. Der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bei annähernd 63 Prozent beziehungsweise 23.300 Häusern. Im Bestand stark vertreten sind Wohngebäude, die vor 1918 (Gründerzeitbauten) sowie zwischen 1959 und 1978 gebaut wurden. Diese überwiegend ältere Gebäudestruktur bietet vielfältige Ansätze für eine energetische Sanierung, wobei für die Gründerzeitbauten der Denkmalschutz zu berücksichtigen ist. Generell ist davon auszugehen, dass bei einer Vielzahl von Wohngebäuden aufgrund ihres Alters eine Sanierung ansteht. Nach Schätzungen sind bundesweit bisher etwa 25 bis 30 Prozent der Gebäude bis Baujahr 1978 nachträglich wärmegedämmt worden. Demnach ist bei 70 bis 75 Prozent der Altbauten noch keine Verbesserung des Wärmeschutzes erfolgt. Bezogen auf Wiesbaden verfügen circa 21.000 Altbauten über einen unzureichenden Wärmeschutz.

Eine energetische Gebäudesanierung ist aus wirtschaftlicher Sicht in der Regel dann sinnvoll, wenn der Wärmeschutz mit ohnehin fälligen Instandsetzungsarbeiten kombiniert wird. Gut verbinden lassen sich zum Beispiel eine Außenwanddämmung mit dem Anstrich beziehungsweise der Putzsanierung oder eine Dachdämmung bei Eindeckung mit neuen Dachziegeln. Häufig verringern die Investitionen in den Wärmeschutz auch die Ausgaben für die Instandsetzung, wenn sich die Kosten durch die Energieeinsparung erst einmal amortisiert haben. Die Dämmung der oberen Geschossdecke oder der Kellerdecke sind in der Regel auch ohne Kopplung an Instandsetzungsarbeiten wirtschaftlich.

 

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