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„Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft“

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Man möchte meinen, es gehöre der Vergangenheit an, doch Statistiken enthüllen es deutlich: noch immer sind Menschen mit Migrations- hintergrund bei der Suche nach Arbeit deutlich benachteiligt. Gerade in kleinen und mittelständigen Unternehmen hat Vorteile, wer gebürtig aus Deutschland kommt. Schon ein ausländisch klingender Name könne zum Aussortieren der Bewerbung führen, sagt Peimaneh Nemazi-Lofink, Gründerin des Institutes INBI in der Mainzer Wallaustraße. Gebetsmühlenartig erhallt die Forderung nach Chancengleichheit bei Bildung, da nur so Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt hergestellt werden könne. Zurecht, wie die gebürtige Perserin weiß, denn davon sei man weit entfernt. Nach ihrem Studium der Diplom-Pädagogik hatte sie selbst erfahren, dass schon ein Name beim Einstieg ins Berufsleben hinderlich sein kann. Nachdem es ihr dennoch gelang, gründete sie vor 15 Jahren ihr Institut. Doch auch nach 15 Jahren beklagt sie Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und mitunter rückwärtsgewandte Ansichten in der Gesellschaft.

Wirtschafts-News: Frau Nemazi-Lofink, Sie kamen vor ca. 25 Jahren aus dem Iran nach Deutschland. In dieser Zeit befand sich Deutschland inmitten der Wiedervereinigung. Nach Jahrzehnten des atomaren Wettrüstens beruhigte sich die Lage. Der Osten öffnete sich und mit den Verträgen von Maastricht und Schengen begann Europa, sich seiner heutigen Gestalt zu nähern. Überschattet wurden die positiven Bilder von zahlreichen Ausschreitungen, ausgeübt von Rechtsextremisten, die im Brandanschlag von Solingen gipfelten. Hatten Sie in dieser Zeit Zweifel, sich das richtige Land für eine Zukunft ausgesucht zu haben?

Peimaneh Nemazi-Lofink:  Nein, hatte ich nicht, weil es solche rechtsextremen Einstellungen und Ausschreitungen auch in anderen Ländern gibt, es aber in Deutschland nur eine kleine radikale Minderheit ist, die solche Einstellungen vertritt und eben nicht die überwiegende Mehrheit. Als ich nach Deutschland gekommen bin, um hier zu studieren, habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich habe gesehen, dass sehr viele Menschen gegen solche rechtsextremen Tendenzen protestierten.

Wirtschafts-News: Nach Ihrem Studium an der Mainzer Universität haben Sie zunächst fünf Jahre lang in Frankfurt gearbeitet. Können Sie uns schildern, wie Sie auf die Idee kamen, ein solches Institut zu gründen und welches Ihr erstes Projekt war?

Peimaneh Nemazi-Lofink: Ich habe bereits in Frankfurt im Bildungs- und Integrationsbereich gearbeitet und für mich war klar, dass ich mich in diesem Bereich weiter betätigen wollte. Mit Mainz war ich seit meinem Studium verbunden; hier habe ich bereits damals gelebt; es war und ist mein Mittelpunkt. Und hier war ich auch bereits damals in der politischen Bildungs- und Integrationsarbeit aktiv. Daraus ist dann die Idee entstanden, ein solches Institut zu gründen. Im Jahr 2000 wurde INBI schließlich gegründet und wir konnten mit unserem ersten, innovativen Projekt loslegen: Die „Ausbildung zur Bürokauffrau“, bei der junge Migrantinnen bei INBI, dem Betrieb und der Berufsschule lernen konnten. Das Projekt war sehr erfolgreich und so hat sich das Institut langsam weiterentwickelt. Heute führen wir Projekte für unterschiedliche Zielgruppen durch, aber der Fokus auf die Themen Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Migration und Integration ist geblieben.

Wirtschafts-News: Seit Sie in Mainz leben, haben Sie sich in politischer Integrationsarbeit engagiert. Jener Tage war die heutige Ministerpräsidentin, Malu Dreyer, noch für das Sozialdezernat verantwortlich. Wie gestaltete sich Ihre Zusammenarbeit? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Mit unserer heutigen Ministerpräsidentin arbeitete ich auch damals schon seit längerem zusammen. Schon immer war ich von ihrem Engagement, ihrer Ausdauer und ihren Ideen begeistert. Die Zusammenarbeit war von daher äußerst positiv und wichtig. Unser erstes Projekt, die „Ausbildung zur Bürokauffrau“ ist überhaupt erst durch die engagierte Unterstützung der damaligen Sozialdezernentin und heutigen Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer, sowie der Abteilungsleiterin der  Abteilung Arbeit im Arbeitsministerium, Frau Doris Bartelmes, und Frau Melanie Mohr, damals für die Arbeitsmarktförderung der Stadt Mainz zuständig, möglich geworden, wofür ich sehr dankbar bin. Die gute Zusammenarbeit hat bis heute gehalten – wir arbeiten immer noch eng, sowohl mit der Stadt Mainz, als auch mit der Landesregierung zusammen und führen viele Projekte gemeinsam und sehr erfolgreich durch. 

Wirtschafts-News: Seit Beginn an waren Sie mit dem Institut erfolgreich. Das Projekt „Ausbildung zur Bürokauffrau wurde gar prämiert. Was ist das Besondere an diesem Projekt und läuft es noch immer? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Das ist richtig, wir haben für unser Projekt den Hermann-Schmidt-Preis für innovative Berufsbildung bekommen. Das Besondere an dem Projekt ist die Abkehr vom Defizitansatz und die Betonung des Kompetenzansatzes. In diesem Projekt wurden die vielfältigen Kompetenzen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gezielt gefördert ebenso wie auch ihre Sprachkompetenzen. Zudem absolvierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Auslandspraktikum in ihrem Herkunftsland bzw. in England, wofür sie ein Zusatzzertifikat zu ihrem IHK-Abschluss bekommen haben. Durch die intensive fachliche und sozialpädagogische Unterstützung konnten wir knapp 90% der jungen Frauen zu einem Ausbildungsabschluss führen und davon 60 % in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln – ein äußerst erfreulicher Erfolg. Leider war die Förderung des Modellprojektes befristet und es konnten keine Mittel zur Weiterfinanzierung bereitgestellt werden. Wir würden uns aber sehr wünschen, dass das Projekt neu aufgelegt und auch auf andere Berufe übertragen wird. 

Wirtschafts-News: Der Hauptaufgabenbereich Ihres Institutes ist Arbeit und Bildung. Welche Aufgaben und Projekte erwachsen daraus? Welche Klientel sprechen Sie an? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Wir richten uns mit unserer Arbeit an Menschen, die im Bereich Arbeit und Bildung sozial benachteiligt sind, und verstehen es als unsere Aufgabe, gleiche und gerechte Startchancen und Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Konkret heißt das, dass wir etwa die Chancen von sozial benachteiligten Menschen, darunter viele mit Migrationshintergrund, verbessern wollen. Dabei fußt die Arbeit unseres Instituts auf zwei Säulen: Zum einen führen wir Bildungs-, Ausbildungs- und Integrationsmaßnahmen sowie Fort- und Weiterbildung für Jugendliche und Erwachsene, aber auch für Betriebe durch. Neben dieser klassischen Bildungsarbeit setzt INBI sich aktiv auf integrations- und bildungspolitischer Ebene für Chancengleichheit und den Abbau struktureller Benachteiligung ein. 

Wirtschafts-News: Die Grenze zwischen praktischer Arbeit und der Schaffung von politischen Grundlagen verläuft fließend. Sie selbst sind Mitglied in zahlreichen Ausschüssen und Beiräten, darunter der Landesberat für Migration und Integration oder des Landesjugendhilfeausschusses. Wie stark sind Sie in politische Prozesse involviert? Oder umgekehrt: würden Sie sich ein tiefergreifendes Engagement der Politik im Bereich Arbeit und Bildung wünschen? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Ganz klar: Die politischen Rahmenbedingungen stellen die Weichen dafür, wie sich unsere Gesellschaft im Bereich Arbeit und Bildung entwickelt – und auch dafür, welche Chance der und die Einzelne hier haben. Von daher ist die politische Arbeit auch für mich und unser Institut sehr wichtig. Im Landesbeirat für Migration und Integration leite ich z. B. die AG Arbeit und Ausbildung und setze mich dafür ein, dass Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt nicht nur ein Wunschziel bleibt, sondern auch tatsächlich umgesetzt wird. Vieles haben wir schon erreicht, aber an anderen Stellen ist die Politik gefordert, größere Schritte zu gehen. 

Wirtschafts-News: Sie bemängeln nach wie vor Missstände. Zuletzt sprachen Sie von einer ganzen Generation, die unzählige Kurse belege, doch am Ende des Tages keine Ausbildung habe. Woran liegt es, dass Mittel für derartige Kurse freigesetzt werden, nicht aber in Ausbildungen investiert wird? Ist womöglich der Grund dafür, dass man die Verantwortung hierfür der Privatwirtschaft, also den Unternehmen, übertragen will? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Natürlich sind auch die Unternehmen gefordert, die Ausbildungsplätze bereitstellen müssen. Die Verantwortung für sozial Benachteiligte und solche, die keinen Ausbildungsplatz finden können, liegt aber vor allem bei der Politik, die zwischen der Wirtschaft und den ausbildungsbereiten Menschen vermitteln muss und zwar am besten indem sie für diesen Personenkreis Ausbildungsgarantie gewährleistet. Tatsächlich gibt es aber viele Menschen, die zum Teil über einen Zeitraum bis zu 10 Jahren verschiedene Maßnahmen absolvieren, ohne dass sie am Ende dieses Maßnahmedschungels einen Abschluss erlangen und Anschluss auf dem Arbeitsmarkt finden können. Die meisten Qualifizierungsmaßnahmen sind viel zu kurz und vor allem nicht abschlussorientiert. Wir fordern daher seit Langem eine Ausbildungsgarantie für alle Bewerberinnen und Bewerber, analog der Zugangsgarantie zur KITA oder der (Grund-)Schule. Ansätze wie unsere „Ausbildung zur Bürokauffrau“ ermöglichen es, dass junge Menschen bis zu ihrem Ausbildungsabschluss begleitet und unterstützt werden – in dieser Richtung müsste noch deutlich mehr getan und durch entsprechende Förderung deutlich mehr ermöglicht werden. Abschlussorientierte Qualifizierungsmaßnahmen kosten im Endeffekt nicht nur weniger Geld als der erwähnte Maßnahmendschungel, dies belegt im Übrigen auch eine erst kürzlich veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sie verhelfen den Absolventen zudem zu einer nachhaltigen Integration auf dem Arbeitsmarkt.

Wirtschafts-News: Darüber hinaus sprachen Sie davon, dass es Menschen mit Migrationshintergrund, ja schon solche, mit ausländisch anmutendem Namen, immer noch schwerer hätten, einen Job zu finden. Bezieht sich dies auf alle Branchen? Aus boomenden Branchen, die zudem technikaffin sind, ist das Gegenteil zu hören. In der IT-Branche ist der indische Informatiker quasi seit Jahren die Inkarnation einer Berufsvorstellung und gerade dieser Tage bemüht die Bundesregierung das Bild des Arztes aus Syrien nicht eben selten. 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Auch in der IT-Branche kamen aber viel weniger indische Fachkräfte, als sich dies die Bundesregierung mit der Einführung der Green Card erhofft hatte. Eine auf fünf Jahre befristete Beschäftigungserlaubnis, wie sie mit der Green Card verbunden wurde, ist für die ausländischen Fachkräfte keine attraktive Option. Die Politik hat richtig erkannt, dass Zuwanderinnen und Zuwanderer ein wichtiges Potential darstellen, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken.
Leider wird hier aber noch viel zu kurzfristig gedacht: Hochqualifizierte und fertig ausgebildete Menschen sind willkommen, solange auf dem Arbeitsmarkt Mangel herrscht. Erforderlich sind dabei aber die Überwindung von Vorbehalten und der Abbau bürokratischer Hürden. Noch immer fehlt jedoch eine angemessene und verlässliche Flüchtlingspolitik sowie eine zeitgemäßes Zuwanderungsgesetz, was zwingend erforderlich ist. Hierzu gehört auch eine dauerhafte Willkommenskultur für alle Menschen – Integration kann keine Einbahnstraße sein. Und dazu gehört auch eine ernsthafte interkulturelle Öffnung und Umsetzung, bei der fast alle Branchen noch Aufholbedarf haben.

Wirtschafts-News: Bildung kostet Geld. Chancengleichheit für alle zu erschaffen, ist der Impetus, der von der Politik mantrahaft gefordert wird. Wie würden Sie den Status Quo beschreiben? Haben alle dieselben Chancen?    

Peimaneh Nemazi-Lofink: Von wirklicher Chancengleichheit sind wir noch weit entfernt. Der Bildungserfolg hängt noch immer zu großem Teil von der Herkunft und dem Elternhaus ab. Gerade Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien bzw. viele mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer, einen guten Bildungsabschluss zu erreichen. Dabei bringen sie viele Potentiale mit, die leider viel zu wenig genutzt werden, z. B. bei den Kindern mit Migrationshintergrund ihre Mehrsprachigkeit. Wir fordern daher, die Angebote für Unterricht in der Herkunftssprache bzw. in Bezug auf Mehrsprachigkeit umzusetzen, so dass sich die Kinder hier entfalten können. Außerdem müssen auch die Lehrkräfte viel stärker darin geschult werden, wie sie in einem interkulturellen Umfeld unterrichten. INBI führt seit Langem Schulungen zu interkulturellen Kompetenzen durch – wir wünschen uns, dass solche Angebote in die reguläre Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte sowie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft integriert werden.

Wirtschafts-News: Nach 15 Jahren Arbeit in Mainz haben Sie einen breiten Blick auf die Dinge. Fallen ihnen besonders prägnante Entwicklungen auf? Von besonderer Relevanz dabei dürften die Zusammenarbeit mit Behörden und das Maß an gesellschaftlicher Akzeptanz für Menschen mit Migrationshintergrund sein. Gibt es hier auffällige Positiv- oder Negativentwicklungen? Und können Sie einen Vergleich zu anderen Städten ziehen? 

Peimaneh Nemazi-Lofink: Tatsächlich hat sich einiges in der Gesellschaft und auch bei den Behörden verändert, aber es ist noch nicht so, wie es sein soll. Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft, und von vielen wird das mittlerweile nicht nur als Tatsache, sondern auch als Chance erkannt. Das Bewusstsein für Diversität und deren positiven Aspekte ist auch in vielen Behörden weiter verbreitet als das vor 15 Jahren der Fall war. Wir haben z. B. gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mainz ein sehr erfolgreiches Projekt zur interkulturellen Öffnung durchgeführt und arbeiten auch jetzt sehr gut zusammen. Hier gab es gerade in der Führungsebene eine erfreuliche Bereitschaft und Entschlossenheit, die Einstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern – insbesondere das große Engagement des ehemaligen Polizeipräsidenten, Herrn Karl-Heinz Weber, muss in diesem Zusammenhang betont und gewürdigt werden. In anderen Bereichen muss und wird sich noch Vieles ändern. Schließlich soll sich die Vielfalt der Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen der Gesellschaft widerspiegeln.

Wirtschafts-News: Ist es für Sie ein Kuriosum der Geschichte, dass sich Dinge 25 Jahre nach Ihrer Ankunft in Deutschland zu wiederholen scheinen? 1992 registrierten die Behörden mit annähernd 440.000 Flüchtlingen einen vorläufigen Höchststand. Damit einher gingen die Zunahme rechtsextremer Gewalt, sowie die Bildung rechter politischer Gruppierungen. Das Gleiche ist nun wieder zu beobachten. Mit dem zu Jahresanfang einsetzenden Flüchtlingsstrom steigt die rechte Gewalt, bereits totgeglaubte Gruppen wie Pegida erhalten weiterhin Zulauf und die Umfragewerte der AFD rangieren, je nach Umfrageinstitut, zwischen 8 und 10,5 Prozent. Fast mag man glauben, es walten dieselben Mechanismen. Hat sich in einem Vierteljahrhundert – gefühlt – doch nichts verändert?

Peimaneh Nemazi-Lofink: Doch - es hat sich inzwischen einiges geändert. Die Bürger und Bürgerinnen sind offener geworden. Die Willkommenskultur ist in aller Munde. Viele Menschen kommen auch deshalb nach Deutschland. Um die Zuwanderung und die damit verbundene Herausforderung angemessen zu bewältigen, muss die Politik aber richtige Pläne haben. Die aber fehlen gerade in den Bereichen Bildung und Integration noch immer und nicht nur da. So warten Flüchtlinge bisher teilweise jahrelang auf die Entscheidung ihres Asylantrags, haben keinen Zugang zu Integrationskursen und keine Arbeitserlaubnis. Hier wurde sicherlich Wichtiges versäumt. Angesichts der Entwicklungen in den Herkunftsländern hätten viel früher Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit die Asylverfahren schnell entschieden werden und die bleibeberechtigten Flüchtlinge hier Fuß fassen können. Bei den vielen ankommenden Flüchtlingen kommt es jetzt ganz darauf an, wie der Integrationsprozess befördert wird. Sprache, Ausbildung und der Arbeitsmarktzugang sind dabei der Schlüssel zur Integration, deshalb müssen dringend Angebote geschaffen werden, die den Großteils hochmotivierten jungen Menschen Unterstützung bieten, ihre Fähigkeiten zu entfalten. Erfreulicherweise gibt es zahlreiche Ehrenamtliche, die sich für die Integration der Flüchtlinge einsetzen, die diese Aufgaben aber nicht alleine bewältigen können – diese gelebte Willkommenskultur ist übrigens eine sehr positive Gegenentwicklung zu Protesten von Rechtsaußen. Daher brauchen wir seitens der politisch Verantwortlichen die Entwicklung angemessener Handlungskonzepte und deren schnelle Umsetzung, wozu auch eine deutlich bessere Ausstattung der professionellen Integrationsangebote gehört, damit die Flüchtlinge qualitativ gute und ausreichende Unterstützung erhalten. Wir hoffen, dass hier die entsprechenden Bedingungen und Ausstattung geschaffen werden, damit die Bildung und Integration der neu Angekommenen so schnell wie möglich gelingen kann.