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Mainzer Volksbank präsentiert erfolgreiches Jahr 2017

Der Vorstand der Mainzer Volksbank (MVB) präsentierte auf der Bilanzpressekonferenz ein positives Ergebnis für das vergangene Jahr 2017. In den Kernbereichen konnte die größte Volksbank in Rheinland-Pfalz wieder ein angemessenes Wachstum verzeichnen und durchbricht erstmals in ihrer 156-jährigen Geschichte die Sechs-Milliarden-Marke bei der Bilanzsumme.

Uwe Abel, Vorsitzender des Vorstandes der Mainzer Volksbank, eröffnete die Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2017 mit einer fröhlichen Miene. Zwar sind auch im Jahr 2017 die Negativzinsen und Regulatorik ein anspruchsvolles Dauerthema, aber die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres stimmen die Verantwortlichen zufrieden. „Es war ein gutes Jahr, in dem wir durch die richtigen Entscheidungen und eine besonnene Strategie ein bemerkenswertes Wachstum erreichen konnten“, beschreibt es Uwe Abel. Erstmals bedeutet das eine Bilanzsumme von über sechs Milliarden Euro. Sie stieg um 353 Millionen Euro von 5.829 Millionen auf 6.182 Millionen Euro, was einer Steigerung von 6,1 Prozent entspricht.

Vertrauen und gute Konjunktur treiben Wachstum an

In den Kernbereichen des Bankgeschäfts überzeugte die Mainzer Volksbank auch 2017 und bewies einmal mehr, dass sie das Vertrauen der Kunden genießt. Auch die gute Konjunktur innerhalb der Metropolregion Rhein-Main macht sich im Wachstum der Bank bemerkbar. Ein maßgeblicher Indikator dafür ist das gewachsene Kreditgeschäft, das mit einem Plus von 5,5 Prozent (246 Mio. Euro) einen neuen Höchststand von insgesamt 4.735 Millionen Euro erreichte. Investitionen und Immobilienboom sind hierbei nur zwei Bereiche, in denen Kunden die Mainzer Volksbank als ihren Partner gewählt haben. Ebenfalls auf einem Rekordhoch befinden sich die Kundeneinlagen, die mit 5.028 Millionen Euro um 6,6 Prozent (313 Mio. Euro) zum Vorjahr gestiegen sind.   

Provisionsergebnis stärkt die Ertragsseite 

Der Zinsüberschuss lag 2017 mit 106,4 Millionen Euro stabil leicht über Vorjahresniveau (+0,6 %). Positiv auf Ertragsseite entwickelte sich auch das Provisionsergebnis. Der Provisionsüberschuss stieg um 5,9 Prozent (2,1 Mio. Euro) auf 37,2 Millionen Euro. Vor allem gute Ergebnisse im Verbund- und Wertpapiergeschäft trugen zu dieser Steigerung bei. „Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass bei unseren Kunden die Alternativen zur klassischen Geldanlage, wie zum Beispiel Wertpapiere, mehr und mehr gefragt sind“, erklärt Uwe Abel. „Unsere umfassende Beratung trägt ebenso dazu bei, dass die Kunden uns auch hier ihr Geld anvertrauen.“ 
 
Auswirkungen der Zinspolitik immer spürbarer 

Die Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung zeigt die Auswirkungen der langjährigen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Um 7,6 Prozent ging der Wert von 57,9 Millionen Euro auf 53,5 Millionen Euro zurück. Mit leichtem Minus beläuft sich auch der Reingewinn vor Steuern auf 58,1 Millionen Euro (-1,5 Mio. Euro / -2,5 %). Uwe Abel sieht das allerdings positiv: „Die Zeiten für Banken verändern sich und wir machen unsere Hausaufgaben. Wir reden immerhin über das dritte Jahr in Folge mit Negativzinsen für Banken, da könnten solche Ergebnisse beunruhigender ausfallen. Wir befinden uns auf einem guten Weg und wir haben über 156 Jahre beweisen können, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen.“     

Kostenstruktur trotz Regulatorik verbessert
 
Mit Blick auf den Verwaltungsaufwand kommt ebenso auch das Thema Regulatorik zur Sprache. So war das Jahr 2017 unter anderem durch die Vorbereitung auf MiFID II geprägt, einer EU-Richtlinie, die nach der Finanzkrise mehr Transparenz in Bankgeschäfte bringen soll und vor Kurzem in Kraft getreten ist. Nicht weniger als 7.000 Seiten umfasst das Regelwerk, das auch von einer regionalen Volksbank umgesetzt werden muss. Da ist es umso erfreulicher, dass die Verwaltungskosten trotz des erhöhten Personal- und Kostenaufwandes für regulatorische Anforderungen um 900.000 Euro auf 85,8 Millionen Euro reduziert werden konnten. „Jeder weiß, dass unterm Strich Einnahmen und Ausgaben zählen“, erklärt Uwe Abel. „Wir achten daher bei Prozessen - auch mit Blick auf Möglichkeiten durch die Digitalisierung - auf den effizienten Einsatz unserer Ressourcen.“
 
Regionales Engagement weiterhin Herzenssache
 
Ein fester Bestandteil der Mainzer Volksbank ist und bleibt das große Engagement für die Vereine, Ehrenämter, Institutionen und Einrichtungen in der Region, die auch 2017 wieder umfassend gefördert wurden. So wurden alleine durch Spenden und Sponsoring rund 750.000 Euro in soziale, sportliche und gemeinnützige Projekte investiert. Darüber hinaus hat die MVB-Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen-mehr“ über 100.000 Euro zusätzlich eingesammelt und 13 Projekten zur erfolgreichen Finanzierung verholfen. „Wir sind eine Genossenschaftsbank zum Anfassen, daher steht es außer Frage, dass wir weiterhin Verantwortung für unsere Region übernehmen“, betont Uwe Abel bei der Vorstellung der Zahlen. 
 
Ergebnis erlaubt weiterhin lukrative Dividende 

Trotz leicht rückläufigen Betriebsergebnisses kann die Entwicklung der Mainzer Volksbank als durchaus positiv bewertet werden. Zinspolitik, Regulatorik und Digitalisierung wurden frühzeitig durch eine zielführende Strategie berücksichtigt. Das führte zu einem Bilanzgewinn von 10,3 Millionen Euro, was auch dem Vorjahreswert entspricht. Vor diesem Hintergrund wird der Vertreterversammlung eine Dividende von unverändert 3,25 Prozent vorgeschlagen. 

Fotos: MVB