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Reflecta Film Festival

Nachhaltigkeit – ein vielschichtiges Wort, das heutzutage im Alltag zunehmend auftaucht und in vielen Köpfen präsent ist. Doch wie kann man überhaupt nachhaltig leben? Ist dieser Begriff in der heutigen Konsumgesellschaft überhaupt noch umsetzbar? Auf solche Fragen, die sich wahrscheinlich jeder von uns schon einmal gestellt hat, findet man auf dem Reflecta Film Festival am kommenden Wochenende eine Antwort.

„Rethink your world“ lautet das Motto des Festivals, das vom 23.-25.05 auf dem Gelände des Cafés 7 Grad am Zollhafen stattfindet. Neben preisgekrönten Dokumentarfilmen und verschiedenen Kurzfilmreihen, die zum größten Teil von lokalen Filmemachern stammen, werden verschiedene Workshops angeboten und Debatten abgehalten. An diesem Wochenende dreht sich alles um die Frage, wie man leben, denken und arbeiten soll und was das mit dem Verhältnis zur Umwelt zu tun hat. Unter anderem hat der „Green City Guide“ als erster nachhaltiger Stadtführer für Mainz Premiere. Darin enthalten sind Tipps zum fairen, ökologischen, sozialen Einkaufen und Leben in Mainz, sowie Infos rund um nachhaltigen Konsum. Das Festival hat sich auf die Fahne geschrieben, das eigene Leben in der heutigen Welt zu überdenken und will einige Denkanstöße geben, die zunächst im eigenen unmittelbaren Umfeld ohne großen Aufwand umsetzbar sind. Dazu präsentieren sich verschiedene Läden und Initiativen aus Mainz, wie ökologisch produzierte Mode von regionalen Labels oder fair gehandelte Produkte aus dem Weltladen. Am Freitag wird das Festival mit einer Kurzfilmreihe eröffnet, die sich mit Swing, Jugend-Subkultur und Widerstand beschäftigt. Dazu werden Max Fleischers „Swing Your Sinners“ und Roman Polanskis „Break Up The Dance“ gezeigt. Anschließend kann man bei einem Swing-Schnupper-Tanzkurs einige Schritte erlernen und auf der nachfolgenden offiziellen Eröffnungsparty das Tanzbein schwingen. Die Begründerin Daniela Mahr möchte mit dem Festival vor allen Dingen die Besucher dazu bewegen, sich Gedanken über Veränderung und deren Umsetzbarkeit zu machen.  Der Samstagnachmittag bietet neben einer offenen Bühne mit Gedichten und Lesungen, die Möglichkeit, im Sinne des Do-it-yourself-Trends selbst Hand anzulegen. „Aus alt mach neu“ wird immer beliebter und kann hier in einigen Workshops selbst ausprobiert werden. Alte Möbel werden von Belle Epoque vor Ort restauriert und bei den Hogandfriends kann man mithilfe des Siebdrucks sein eigenes T-Shirt gestalten. Für die kulinarische Verköstigung ganz im Sinne des Festivalmottos sorgt das Café 7 Grad: Vegan, vegetarisch, regional, bio und fair. Samstagabend steht das filmische Programm unter dem Thema Arbeit, wobei neue Formen der Arbeitsorganisation präsentiert werden. Sonntag kann man ein veganes und vegetarisches Jazzfrühstück genießen und sich anschließend über lokale Alternativen zum Massenkonsum informieren.  Zu diesem Thema sind die Betreiber des ersten veganen Cafés in Mainz „Möhrenmilleu“ zu Gast. Reflecta soll eine Plattform dafür bieten, das eigene Handeln im Alltag zu hinterfragen und im Kleinen anzufangen –Anregung zum Perspektivenwechsel in der eigenen Stadt.

Redaktion: Anne Haas