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Mit dem Rennrad nach Paris für krebskranke Kinder

Bild: Poul Kjærgaard

Emma Greve ist der Name der schönen Frau im Vordergrund des Bildes. All jene im Hintergrund fuhren für sie mit dem Rennrad nach Paris. Als sie 13 Jahre alt war, erkrankte sie an Krebs. Etwa fünf Jahre dauerte es, bis sie genesen war. Die Aufnahme entstammt dem Team Rynkeby/Obdense aus Dänemark, dem Ursprung der Charity Team-Rynkeby. Anfang der Nullerjahre begann es, als eine Handvoll Mitarbeiter des dänischen Unternehmens Rynkeby nach Paris fuhren und den Überschuss ihrer Reisekasse spendeten.

Seither haben sich zahlreiche Teams in Skandinavien gegründet, die insgesamt über 50 Millionen Euro für krebskranke Kinder eingesammelt haben, indem sie alljährlich aus ihren Heimatländern mit dem Rennrad nach Paris fahren. Nun gibt es erstmals ein deutsches Team Rynkeby. „Nächstes Jahr fahren wir mit 57 Rennradfahrern nach Paris“, sagt der Team-Manager, Torsten Fröhlich. Unterstützt werden die Rennradfahrer durch ein 14-köpfiges Serviceteam, geführt von Doris Nimmerfroh. Auch mit der Sponsorenentwicklung ist er zufrieden. Über 120.000 Euro seien gleich beim ersten Mal zusammengekommen, so Fröhlich. Die Trikotsponsorenakquise sei nun weitestgehend abgeschlossen, Unterstützung sei noch nötig für den Verpflegungsbedarf im Service.

Spenden für die Deutsche Kinderkrebshilfe

Besonders am Herzen liegt mir dieses Projekt, da ich selbst daran teilnehme und mitwirke. In der ersten Juliwoche kommenden Jahres starten wir in Nieder-Olm, um mit dem Rennrad nach Paris zu fahren. Unsere erste Station dabei wird die Deutsche Kinderkrebshilfe in Bonn sein, der die gesammelten Spendenbeiträge zugutekommt. Anschließend führt uns unser Weg durch Belgien über die Ardennen nach Paris. Dort angekommen, treffen wir auf all die anderen Team Rynkeby-Fahrer, die einen noch viel weiteren Weg aus ihren skandinavischen Heimatländern hinter sich haben. Insbesondere in Dänemark ist das Charity-Projekt sehr bekannt und präsent. 

Auch weiß ich, wie wichtig das Engagement gegen Krebs an sich ist. Aller Bemühungen zum Trotz haben wir noch immer nicht richtig verstanden, wie dieser fürchterlichen Krankheit beizukommen ist. Gewiss, die Behandlungsmethoden werden immer besser und schonender. Doch allzu oft steht am Ende eine terminale Diagnose. Ein hoffnungsvoller Ansatz kommt von der Firma Biontech aus Mainz. Hierbei geht es – stark vereinfacht ausgedrückt - darum, dem Immunsystem zu erklären, wie es Krebszellen bekämpfen kann.

Bei Kindern ist es noch dramatischer. Nicht nur, weil sie ihr ganzes Leben vor sich haben, sondern auch, weil ihr Immunsystem oftmals noch nicht richtig ausgebildet ist. Was muss die schöne Emma Greve wohl fünf Jahre durchlitten haben, bis sie genesen war? 

Wenn Sie möchten, liebe Leserinnen und Leser, finden Sie uns im Internet unter den Hashtags #dontgiveup #letsmeetinparis und #teamrynkeby. 

Wir fahren dann mal los.